Gartenbau
Wer praktische Tätigkeiten liebt und gerne im Freien arbeitet, kann eine Ausbildung zur/m Werker/in im Gartenbau absolvieren. Mögliche Fachrichtungen sind Baumschule, Garten- und Landschaftsbau, Gemüsebau und Zierpflanzenbau.

Gartenbau

Werker/-in im Gartenbau
Dauer: 3 Jahre
Ort: Schule & Betrieb
Prüfungen & Abschlussarbeit:
Betrieb & Schule
Weiterbildung möglich: Ja

Die Ausbildung zur/m Werker/in im Gartenbau ist Personen zugänglich, die eine Förderschule besucht haben und für die eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach Einschätzung der Berufsberatung der Agentur für Arbeit nicht in Betracht kommt. Diese jungen Menschen bekommen eine Chance, sich am ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren und den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Die Neigung zur praktischen Arbeit und technisches Geschick sind gute Voraussetzungen für diese Ausbildungsrichtung.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung zur/m Werker/in im Gartenbau kann in folgenden Fachrichtungen durchlaufen werden:

  1. Baumschule
  2. Garten- und Landschaftsbau
  3. Gemüsebau
  4. Zierpflanzenbau

Die Ausbildungsinhalte wurden unter Berücksichtigung der Lage und Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt aus den Ausbildungsinhalten des Gärtnerberufes entwickelt:

  1. Pflanzenkenntnisse und deren Ansprüche
  2. sortenspezifische Vermehrung, rationelle und umweltverträgliche Kulturführung, Ernte und Vermarktung, Bearbeitung und Pflege des Bodens, Erhalt der Bodenfruchtbarkeit
  3. betriebliche Zusammenhänge, Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  4. Einsatz von Maschinen, Geräten und Betriebseinrichtungen
  5. Umweltschutz und rationelle Energie- und Materialverwendung
  6. Arbeits- und Tarifrecht, Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit


Generelle Mindestanforderungen

  1. Freude am Umgang mit Pflanzen und/oder Tieren
  2. Gute Beobachtungsgabe für Vorgänge in der Natur und Umwelt
  3. Freude am Umgang mit Menschen
  4. Manuelles Geschick und technisches Verständnis
  5. Sensibilität für Umwelt-, Ernährungs- und Qualitätsfragen
  6. Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen
  7. Teamfähigkeit
  8. Entscheidungsfreudigkeit und Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
  9. Kreativität
  10. Gute körperliche Konstitution


Ausbildungsablauf

Die Ausbildung dauert drei Jahre. Sie soll eine ausführende berufliche Tätigkeit ermöglichen und selbstständiges Arbeiten unter Anleitung einschließen. Die Ausbildung erfolgt in einem Berufsbildungswerk oder in einer vergleichbaren Einrichtung, die zusammen mit einer Berufsschule zur individuellen Lernförderung besucht wird. Die Ausbildung kann auch in einem Betrieb erfolgen, wenn die notwendige Betreuung der Auszubildenden gegeben ist.


Prüfungen

Vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet eine Zwischenprüfung statt. Die Abschlussprüfung wird praktisch und schriftlich durchgeführt.


Bildungsberatung

Die Bildungsberater/innen sind an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) mit einer Abteilung Gartenbau zu erreichen. Sie beraten rund um die Ausbildung im Beruf Gärtner/in und betreuen Auszubildende und Ausbildungsbetriebe.


Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach dem Absolvieren der Ausbildung zur/m Werker/-in im Gartenbau ist es möglich, eine verkürzte Lehre zur/m Gärtner/in zu absolvieren. Diese Lehre eröffnet einen Zugang zur Meisterschule.

  1. Meister: Ein Meister trägt die Verantwortung für die Arbeitsabwicklung auf Baustellen, kann einen Garten- und Landschaftsbaubetrieb leiten und selbst zukünftige Werker/innen im Gartenbau ausbilden.
  2. Agrarbetriebswirt: Falls kein Meistertitel angestrebt wird, ist es möglich, eine Weiterbildung zur/m Agrarbetriebswirt/in zu machen. Ein/e Agrarbetriebswirt/in übernimmt Führungsaufgaben im Betrieb und ist für die Koordination verschiedener Baustellen zuständig, was Büroarbeiten einschließt.
  3. Fachagrarwirt: Der/die Fachagrarwirt/in qualifizieren sich für ein Fachgebiet, z.B. Naturkost und Naturwaren, Herdenmanagement, erneuerbare Energien, Rechnungswesen oder Greenkeeper.
  4. Studium: Mit einem Abitur oder Fachabitur ist es möglich, ein Studium unter anderem im Bereich Landschaftsbau und Grünflächenpflege, Ingenieurwesen im Landschaftsbau oder Landschaftsarchitektur aufzunehmen.
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